Literarisches & Journalistisches

10 Regeln für die Digitale Welt
01. Januar, 2026In der Überzeugung, dass - die Anerkennung der Würde und des Wertes der menschlichen Person, ihrer kreativen und ethischen Potentiale und ihrer Gabe, die Zukunft schöpferisch zu gestalten, die Grundlage des gerechten, friedlichen und demokratischen Zusammenlebens freier Subjekte ist; - die Nichtanerkennung dieser Werte und Potentiale zugunsten eines blinden Fortschrittsglaubens und eines deterministischen Weltbildes eine Haltung des Fatalismus und der Resignation befördert, die die Zukunft unseres Planeten sowie das zivilisierte Zusammenleben zwischen Menschen gefährdet; - wir alle Verantwortung für das gute Leben tragen und über die Gabe verfügen, uns darüber in Rede, Gewissens- und Glaubensfreiheit offen zu verständigen; - moderne Technologien uns viele geeignete Mittel an die Hand geben, dies auf kluge und gerechte Weise zu tun;

Die politische Integration Europas ist so überlebenswichtig wie nie. Und sehr unwahrscheinlich. Eine bittere Bilanz von Jürgen Habermas.

Nicolas Guillou, French ICC judge sanctioned by the US: 'You are effectively blacklisted by much of the world's banking system'
19. November, 2025Six judges and three prosecutors at the International Criminal Court have been sanctioned by the Trump administration. In an interview with Le Monde, Guillou discusses the impact of these measures on his work and daily life.

Global Media Law: Regulierung von Plattformen gefordert
10. November 2025Bei der Global Media Law Konferenz in Berlin diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft über die Verantwortung der Tech-Firmen.

Der neue Reaktionär - Curtis Yarvin und die Versuchung der smarten Tyrannei
28. September, 2025Der Philosoph Curtis Yarvi wünscht sich einen amerikanischen Autokraten. Seine autoritären Ideen treffen den Nerv der Zeit - und beeinflussen etwa J.D. Vance.

In a 2021 speech entitled ‘The Universities are the enemy,’ Vice President JD Vance laid out a plan for America’s universities saying in part “we have to honestly and aggressively attack the universities in this country.” Columbia University has become ground zero for the Trump administration's war on higher education. Following a year of pro-Palestinian protest on campus, Trump revoked $400-million in funding and has instructed federal agents to oversee raids on campus, looking to deport international students and permanent residents that have been involved in protest. Joseph Howley is a professor at Columbia and joins the show to discuss the last year and a half on campus, at a time students are being hunted, and some feel the university has capitulated to the demands of a hostile government.

SEE.EU is a concrete and mature new concept for the European media landscape. Our vision: a shared digital space where trustworthy news from licensed public broadcasters across Europe is accessible to everyone – multilingual, transparent, and aligned to European values and data laws. Making quality journalism available to all Europeans – in their own language, from verified sources, across borders.

Elon Musk und Donald Trump kündigen massenhaft Verwaltungsmitarbeitern, um einen KI-Staat zu errichten. Tech-CEOs verkaufen künstliche Intelligenz als Heilsbringer für die größten Probleme der Menschheit, obwohl die entsprechende Industrie auf Ausbeutung und Menschenverachtung beruht. Warum lässt sich die Öffentlichkeit durch Spekulation über Erlösung oder Auslöschung durch KI von den erheblichen Schäden durch KI in unserer Gegenwart ablenken? Wie erkennen wir die zunehmend faschistischen Tendenzen, die sich im Zusammenspiel von Tech-Industrie und der neuen Rechten bilden? Rainer Mühlhoff entwickelt Antworten und diskutiert Lösungsansätze.
Macht und Gewalt der neuen Fürsten. 2026. 978-3-406-83821-7. Der SPIEGEL-Bestsellerautor Giuliano da Empoli unternimmt in seinem neuen Buch eine genauso fesselnd…

AI can help humans find common ground in democratic deliberation
18. Oktober, 2024To act collectively, groups must reach agreement; however, this can be challenging when discussants present very different but valid opinions. Tessler et al. investigated whether artificial intelligence (AI) can help groups reach a consensus during democratic debate (see the Policy Forum by Nyhan and Titiunik). The authors trained a large language model called the Habermas Machine to serve as an AI mediator that helped small UK groups find common ground while discussing divisive political issues such as Brexit, immigration, the minimum wage, climate change, and universal childcare. Compared with human mediators, AI mediators produced more palatable statements that generated wide agreement and left groups less divided. The AI’s statements were more clear, logical, and informative without alienating minority perspectives. This work carries policy implications for AI’s potential to unify deeply divided groups.

Neo-Integralismus – Eine Gefahr für die liberale Demokratie
23. Februar 2024Der katholische Neo-Integralismus ist eine intellektuelle Bewegung, der junge, konservative katholische Theologen, Mitgliedern des Klerus und bekannte Intellektuelle anhängen. Die Ideologie zielt auf die Unterwerfung des Staates unter die Autorität der katholischen Kirche ab – und verbreitet sich derzeit dynamisch in Europa und den USA. Neo-Integralisten hängen vielfach Verschwörungstheorien an und sehen den Liberalismus als Bedrohung. Konservative und Christdemokraten können nicht einfach hoffen, dass der Neo-Integralismus von allein wieder verschwindet.

Demokratie statt Algokratie
02. Januar, 2024Man muss es so drastisch formulieren: Die Demokratie ist bedroht. Heute haben einige wenige amerikanische Big-Tech-Unternehmen Wirtschaftszweige erobert, durch die sie die vierte Macht im Staat zerstören können: den privat finanzierten und auch den öffentlich-rechtlichen Journalismus. War es zunächst "nur" die Kakophonie der sozialen Netzwerke so wird nun durch generative KI wie ChatGPT des amerikanischen Unternehmens OpenAI, das von Microsoft beherrscht wird, die Produktion von Texten und Bildern zunehmend von Journalisten an algorithmische Systeme ausgelagert. Der KI müssen klare rote Linien gesetzt werden, wie das der AI-Act der EU-Kommission vorbereitet.

Digitale Monopole bringen immer größere Teile unserer Lebenswelt unter ihre Kontrolle. Die Plattformen dominieren zunehmend die politische Meinungsbildung und schaffen zugleich unsere freie Marktwirtschaft ab. Digitalexperte Martin Andree zeigt messerscharf, wie weit die feindliche Übernahme unserer Gesellschaft durch die Tech-Giganten schon fortgeschritten ist – und wie wir uns das Internet zurückerobern können.

The Internet has changed the past. Social media, Wikipedia, mobile networks, and the viral and visual nature of the Web have inundated the public sphere with historical information and misinformation, changing what we know about our history and History as a discipline. This is the first book to chronicle how and why it matters. Why does History matter at all? What role do history and the past play in our democracy? Our economy? Our understanding of ourselves? How do questions of history intersect with today’s most pressing debates about technology; the role of the media; journalism; tribalism; education; identity politics; the future of government, civilization, and the planet? At the start of a new decade, in the midst of growing political division around the world, this information is critical to an engaged citizenry. As we collectively grapple with the effects of technology and its capacity to destabilize our societies, scholars, educators and the general public should be aware of how the Web and social media shape what we know about ourselves - and crucially, about our past.

In zehn hochkonzentrierten Kapiteln legt Juliane Rebentisch Hannah Arendts politische Philosophie der Pluralität frei und diskutiert sie im Horizont gegenwärtiger Debatten. Politik und Wahrheit, Flucht und Staatenlosigkeit, Sklaverei und Rassismus, Kolonialismus und Nationalsozialismus, Moral und Erziehung, Diskriminierung und Identität sowie Kapitalismus und Demokratie sind die Stichworte der entsprechenden Auseinandersetzungen. Indem sie den Fokus auf das Motiv der Pluralität legt, lässt Rebentisch in diesen unterschiedlichen thematischen Kontexten jeweils den Zusammenhang von Arendts Gesamtwerk ebenso greifbar werden wie die Widersprüche, die es durchziehen.

1962 erschien Strukturwandel der Öffentlichkeit, Jürgen Habermas' erstes Buch. In sozialhistorischer und begriffsgeschichtlicher Perspektive profiliert er darin einen Begriff von Öffentlichkeit, der dieser einen Platz zwischen Zivilgesellschaft und politischem System zuweist. Der Strukturwandel reihte sich alsbald ein unter die großen Klassiker der Soziologie des 20. Jahrhunderts und hat eine breite Forschung in den Geschichts- und Sozialwissenschaften angeregt. Und auch Habermas selbst hat sich in späteren Arbeiten immer wieder mit der Rolle der Öffentlichkeit für die Bestandssicherung des demokratischen Gemeinwesens beschäftigt. Angesichts einer durch die Digitalisierung veränderten Medienstruktur und der Krise der Demokratie kehrt er nun erneut zu diesem Thema zurück.

Mensch oder Algorithmus – Wer entscheidet im Zeitalter Künstlicher Intelligenz über unsere Zukunft? Überwältigend groß ist schon jetzt die Macht der digitalen Konzerne im Silicon Valley und damit die Bedrohung für Demokratie und Freiheit. Paul Nemitz und Matthias Pfeffer zeigen eindrücklich, wie die derzeitigen Versuche ethischer Regulierung von Künstlicher Intelligenz zu kurz greifen. Nemitz ist Mitglied der Datenethikkommission der Bundesregierung und war maßgeblich verantwortlich für die Einführung der EU-Datenschutzgrundverordnung. Pfeffer beschäftigt sich als freier TV-Journalist und Produzent mit dem Thema Künstliche Intelligenz.

The challenges to humanity posed by the digital future, the first detailed examination of the unprecedented form of power called "surveillance capitalism," and the quest by powerful corporations to predict and control us.The heady optimism of the Internet's early days is gone. Technologies that were meant to liberate us have deepened inequality and stoked divisions. Tech companies gather our information online and sell it to the highest bidder, whether government or retailer. Profits now depend not only on predicting our behaviour but modifying it too. How will this fusion of capitalism and the digital shape our values and define our future?Shoshana Zuboff shows that we are at a crossroads. We still have the power to decide what kind of world we want to live in, and what we decide now will shape the rest of the century. Our choices: allow technology to enrich the few and impoverish the many, or harness it and distribute its benefits. The Age of Surveillance Capitalism is a deeply-reasoned examination of the threat of unprecedented power free from democratic oversight. As it explores this new capitalism's impact on society, politics, business, and technology, it exposes the struggles that will decide both the next chapter of capitalism and the meaning of information civilization. Most critically, it shows how we can protect ourselves and our communities and ensure we are the masters of the digital rather than its slaves.

To Save Everything, Click Here
27. Juni 2017In the very near future, “smart” technologies and “big data” will allow us to make large-scale and sophisticated interventions in politics, culture, and everyday life. Technology will allow us to solve problems in highly original ways and create new incentives to get more people to do the right thing. But how will such “solutionism” affect our society, once deeply political, moral, and irresolvable dilemmas are recast as uncontroversial and easily manageable matters of technological efficiency? What if some such problems are simply vices in disguise? What if some friction in communication is productive and some hypocrisy in politics necessary? The temptation of the digital age is to fix everything — from crime to corruption to pollution to obesity — by digitally quantifying, tracking, or gamifying behavior. But when we change the motivations for our moral, ethical, and civic behavior we may also change the very nature of that behavior. Technology, Evgeny Morozov proposes, can be a force for improvement — but only if we keep solutionism in check and learn to appreciate the imperfections of liberal democracy. Some of those imperfections are not accidental but by design.

Hannah Arendt dachte zeitlebens im Horizont Sokrates'. Schon in den amerikanischen Anfängen stellte sie den Lehrer Platons in den Mittelpunkt ihrer Versuche, ein politisch relevantes und persönlich haltbares Denken für die Moderne zu begründen. Meisterhaft entfaltet diese Vorlesung aus den 50er Jahren eine Apologie der menschlichen Pluralität. So wendet sich Arendt gegen die platonische Versuchung, der Relativität der möglichen Wahrheiten mit der absoluten Autorität eines wegweisenden Denkansatzes begegnen zu wollen. Entscheidend ist für Arendt der innere Dialog, den Sokrates philosophisch initiierte. Zudem hebt sie die Kommunikation unter Bürgern und Freunden hervor, die im Austausch der Meinungen gemeinsame Perspektiven der Weltgestaltung eröffnen könne. In den Erinnerungen »In Hannah Arendts Seminar« berichtet ihr letzter Assistent Jerome Kohn, wie sich entlang platonischer Texte das gemeinsame Nachdenken mit der Philosophin an der New School of Social Research gestaltete.

Gödel’s Loophole
01. August, 2012The mathematician and philosopher Kurt Gödel reportedly discovered a deep logical contradiction in the US Constitution. What was it? In this paper, the author revisits the story of Gödel’s discovery and identifies one particular “design defect” in the Constitution that qualifies as a “Gödelian” design defect. In summary, Gödel’s loophole is that the amendment procedures set forth in Article V self-apply to the constitutional statements in Article V themselves, including the entrenchment clauses in Article V. Furthermore, not only may Article V itself be amended, but it may also be amended in a downward direction (i.e., through an “anti-entrenchment” amendment making it easier to amend the Constitution). Lastly, the Gödelian problem of self-amendment or anti-entrenchment is unsolvable. In addition, the author identifies some “non-Gödelian” flaws or “design defects” in the Constitution and explains why most of these miscellaneous design defects are non-Gödelian or non-logical flaws.

Are you an open-minded progressive? Maybe not, but you probably have friends who are. This is for them. Perhaps it can serve as a sort of introduction to this strange blog, Unqualified Reservations.

Das sozialphilosophische Hauptwerk von Karl Popper behandelt vor allem die Geschichte des Historizismus, das heißt, die Idee eines gesetzmäßigen historischen Ablaufs, bei Platon (Band I) sowie bei Hegel, Marx und deren Nachfolgern (Band II). Es enthält außerdem eine Vielzahl von Erörterungen über erkenntnistheoretische, philosophische, ethische und politische Fragen, die bis heute von brennender Aktualität sind. Die Theorie der offenen Gesellschaft, also die ständige schrittweise Verbesserung von Institutionen in parlamentarisch-demokratischen Gesellschaften, ist in diesen beiden Bänden so gründlich entwickelt, dass alle an der Begründung und Weiterentwicklung von Zivilgesellschaften interessierten Personen sich mit ihr auseinandersetzen sollten.

»Es soll [...] ein Rahmen für bestimmte rechtswissenschaftliche Fragen abgesteckt werden, um eine verwirrte Thematik zu ordnen und eine Topik ihrer Begriffe zu finden. Das ist eine Arbeit, die nicht mit zeitlosen Wesensbestimmungen anfangen kann, sondern zunächst einmal mit Kriterien ansetzt, um den Stoff und die Situation nicht aus den Augen zu verlieren. Hauptsächlich handelt es sich dabei um das Verhältnis und die gegenseitige Stellung der Begriffe Staatlich und Politisch auf der einen, Krieg und Feind auf der anderen Seite, um ihren Informationsgehalt für dieses Begriffsfeld zu erkennen.«
Karl Popper behandelt und kritisiert in diesem Buch zwar vordergründig den Historizismus, das heißt die Lehre, daß es Gesetze der historischen Entwicklung gibt, in seinen antinaturalistischen und pronaturalistischen Ausprägungen. Im Grunde ist das Buch aber viel breiter angelegt. Es ist die erkenntnisfördernde Übertragung von Poppers Wissenschaftslehre auf Politik, Soziologie und Geschichte, für deren Problemstellungen es neue überraschende Lösungen aufzeigt. Karl Popper diskutiert hier die Vor- und Nachteile praxisorientierter Wissenschaft. Er behandelt nicht nur Fragen, ob die Methoden der Naturwissenschaften auf die Sozialwissenschaften übertragen werden können, sondern ebenso Fragen, auf welche Weise eine demokratische Gesellschaft organisiert sein soll, damit die Politik nicht zu großen Schaden anrichtet und ein Höchstmaß an Freiheit garantiert ist. Jeder, der an politischen, soziologischen und historischen Fragestellungen interessiert ist, wird deshalb aus diesem Buch Anregungen und Lösungsvorschläge entnehmen können, die heute noch so aktuell sind wie vor 50 Jahren. Das Buch ist ein Standardwerk der Anwendung wissenschaftlicher Theorien auf die konkrete Praxis.