Literarisches & Journalistisches

Generativer KI in Studium und Lehre: Die Bedeutung fachlichenWissen für kritisches Denken
01. Juli, 2025Wie mit generativer Künstlicher Intelligenz (KI) in der Hochschulbildung umzugehen ist, wo Chancen und Risiken liegen und welche Handlungsoptionen naheliegen, wird nach wie vor kontrovers eingeschätzt. Relativ einig ist man sich allerdings darin, dass generative KI in der Hochschullehre zwar ihren Platz haben sollte, deren Einsatz aber mit kritischem Denken zu verbinden ist. Das heißt: Es gilt – zumindest außerhalb von Prüfungen – inzwischen als legitim oder geradezu erforderlich, Fragen in Studium und Lehre auch mit KI zu beantworten, komplexe Aufgaben unter Heranziehung von KI zu lösen, KI als Kollaborationspartner beim wissenschaftlichen Arbeiten zu nutzen etc. Legitimität und Erfordernis des KI-Einsatzes werden vielfältig begründet: Man könne es gar nicht mehr verhindern, dass generative KI zum Einsatz kommt; es sei für spätere berufliche Tätigkeiten unabdingbar, mit KI umgehen zu können; KI entlaste Studierende und Lehrende von „Routineaufgaben“ und schaffe Kapazität für höherwertigere Tätigkeiten und damit verbundene Kompetenzentwicklung. Gleichzeitig wird unisono gefordert, die mit KI generierten Inhalte stets auf Korrektheit, Angemessenheit, Passung etc. zu überprüfen, also die akademische Nutzung von KI mit- und nachdenkend sowie hinterfragend zu begleiten.
„Verweigere den alten Kategorien des Negativen (Gesetz, Grenze, Kastration, Mangel, Lücke), die das westliche Denken so lange als eine Form der Macht und einen Zugang zur Realität geheiligt hat, jede Gefolgschaft! Gib dem den Vorzug, was positiv ist und multipel, der Differenz vor der Uniformität, den mobilen Dispositiven vor den Systemen! Glaube daran, daß das Produktive nicht seßhaft ist, sondern nomadisch!“